Skandinavien Teil 3

Hallo liebe Familie und liebe Freunde!

Reisebericht Besuch von Enrico vom 20.8.-30.8.12

Der Flieger landet 15.30 Uhr in Kiruna (Schweden), wir holen Enrico in voller Freude über seinen Besuch, auf dem Miniflughafen ab. Eine herzliche Begrüßung und ein Staunen wie groß Foppolo schon geworden ist. Das Gepäck wird verstaut, wir tauschen schon mal die ersten News am Parkplatz aus und besprechen wie wir die nächsten 10 Tage ungefähr fahren wollen. Kurzer Stopp noch in der Stadt zum Wasser und Vorräte auffüllen und schon sind wir auf der Piste, Richtung ist Norwegen die Vesteralen. Unser erster gemeinsamer Abend wird natürlich mit einem Grillfest gefeiert. Enrico hat eine große Überraschung mit, jede Menge bestes Grillfleisch aus der Heimat. Sehr, sehr lecker!

Wir übernachten auf einem Rastplatz mit Blick auf den See Torneträsk. Foppolo ist hocherfreut über seinen neuen Schlafkumpel unten im Auto, Enrico wird kräftig abgeschleckert.

Bevor wir über die Grenze fahren, machen wir eine kleine 11 km Wanderung ein Stück entlang des Kungsleden. Schwedens berühmter Fernwanderweg, welcher eine Gesamtlänge von 750 km hat.

Nach der Wanderung fahren wir noch weiter, bis zur Grenze ist es nicht mehr weit, ca. 20 km und danach noch ca. 40 km und wir befinden uns schon am Meer. Ein Campingplatz mit Blick auf einen Fjord wird gefunden, aber leider regnet es, so dass die Aussicht nicht viel hergibt, aber dafür gibt es eine Kota und wir können Enrico sehr leicht davon überzeugen, wie gemütlich es da drinnen ist.

….und da gibt es viel zu bereden…

Morgens gibt es dann Pancakefrühstück in der Campingplatzküche, gut gestärkt geht die Fahrt weiter Richtung Langoya Halbinsel. Das Wetter scheint besser zu werden, wir hoffen sehr das wir Glück haben. Auf der Strecke finden wir einen tollen Picknickplatz, sogar mit Möbilar und am Abend einen schönen Stellplatz am Fjord.

Wir kommen unserem Ziel immer näher und sind überwältigt von der grandiosen Sicht auf die Berge. Hat es sich also doch gelohnt nochmal wieder zu kommen. Die letzten Regenwolken ziehen vorbei und lassen mit der Sonne zusammen noch einen Regenbogen entstehen.

In unserem Lappland Wanderführer beginnt die Beschreibung unserer Wanderung so: „ Selten gestaltet sich ein Abstecher von einer Hauptroute so lohnend wie dieser nach Sto auf der Nordspitze der Insel Langoya.“ Der Autor hat Recht, es wird eine super fantastische Wanderrunde. Sie wird die Königsroute genannt, da 1994 Königin Sonja in ihrem Sommerurlaub hier entlang gewandert ist. Wir laufen 15 km, 900 Höhenmeter in 7 Stunden bei schönstem Wetter, entlang der Küste, an Stränden vorbei, an einem See vorbei, steil den Berg hinauf, weiter einen alpinen Bergpfad, Picknick, weiter über eine Bergwiese, eine Senke hinunter, dann wieder Gegenanstieg, das noch einmal und noch einmal, wir sehen den Strand, die Küste weit unter uns, und dann beginnt der Abstieg zu unserem Ausgangspunkt. Total geschafft und total glücklich sind wir zurück am Auto, es befindet sich gleich ein Campingplatz an „Start und Ziel“, die heiße Dusche tut gut. Foppolo hat auch alles super mitgemacht und an den schwierigen Stellen wird er ja von Lars getragen. Er bekommt sein Abendbrot mit seinem geliebten geriebenen Käse obendrauf und für uns gibt es Wanderspaghetti.

Am nächsten Tag meint es die Wetterfee schon wieder nicht mehr so gut mit uns. Enrico hätte gern noch ein Wal Watching mitgemacht, aber die See ist zu stürmig für einen Vergnügungsausflug. So nehmen wir die Fähre zurück aufs Festland und diese fast 2 Stunden Fahrt ist schon spannend genug. Das Schiff schaukelt mächtig und es ist ganz schön kalt, wir müssen ja draußen auf Deck stehen wegen Foppolo, Hunde dürfen nicht in den Salon.

Wir finden wieder einen Campingplatz mit schöner großer Küche in der wir kochen und essen können, denn es regnet in Strömen und da ist es im Auto dann doch sehr beengt zu viert. So ist es bequemer für alle.

Wir studieren nochmal die Wetterkarte und können eine kleine Sonne am Kebnekaise entdecken. Mit 2117 m ist er der höchste Berg Schwedens und der höchste Punkt Lapplands. Um den Gipfel besteigen zu können, ist zuvor ein 19 km langer Anmarsch zu absolvieren, man bräuchte also 3 Tage, hin, hoch, zurück. Dies wollen wir aber nicht tun, wir möchten die Tour nur mal anschnuppern und ein Stück der ersten Etappe wandern. Die Vorräte und das Wasser werden aufgefrischt und dann fahren wir zum Ausgangspunkt der Wanderung. Es ist schon gegen 19 Uhr als wir unseren Übernachtungsplatz einnehmen, wir schauen auf schneebedeckte Berge und bewundern einen Sonnenuntergang wie vom Maler gemalt. Am nächsten Tag laufen wir insgesamt 15 km auf dem typischem Weitwanderweg, es gibt kaum Steigungen, der Waldpfad ist zwar steinig, aber gut ausgetreten. Am Wanderweg befindet sich ein See, dort kann man ein Boot benutzen um die Anmarschstrecke um 5 km zu verkürzen. Wir laufen noch ein Stück am See entlang und kehren dann um. Die Jungs leisten sich an der Bootsstation noch einen Rentierburger. Auf dem Rückweg wird das Wetter leider wieder etwas schlechter, aber davon lassen wir uns die Laune nicht verderben. Am Abend gibt es ein lecker Essen für alle.

Die Runde schließt sich nun leider schon und wir fahren zurück nach Kiruna. Wir bleiben noch eine Nacht in der Stadt auf dem Campingplatz, damit sich Enrico für die Zivilisation zurecht machen kann. Am Abend kommt zu unserem Abschiedsgrillfest die Sonne nochmal raus.

Der Flieger geht 12.30 Uhr, eine humane Zeit für uns, kein Stress am Morgen. In aller Ruhe frühstücken wir, Enrico macht sich noch ein paar Wegbrote. Wir verabschieden uns, es waren sehr lustige, schöne Tage zu viert, nun muß Foppolo wieder allein unten schlafen….

Bis bald. Liebe Grüße Lars, Dagmar und Foppolo

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