Rumänien 1.Teil

21.6.13

Wir sind in Borsa, im Norden von Rumänien, machen einen Pausentag auf einem Campingplatz von einem Belgier. Wir haben einen schattigen Stellplatz, so lässt es sich aushalten bei der großen Hitze. Foppolo können wir mit dem Gartenschlauch auch mal den Staub auswaschen, das Fell trocknet jetzt ja gut in der Sonne.

22.6.13

Von Borsa nach Fundo Moldovei. Eine Strecke durch sehr schöne, alte Dörfer mit herrlichen Holzhäusern. Allerdings lässt der Asphalt zu wünschen übrig, das Geholpere durch die Löcher kann schon ganz schön nerven. Wir sind jetzt in der Region Moldova im Nordosten Rumäniens, genannt nach dem Fluss Moldau. In Fundo Moldovei gibt es einen pickfeinen Campingplatz geführt von Holländern. Wir lernen Sabrina, Eddi, Heidi und Albert kennen. Sie sind gemeinsam hier im Urlaub mit ihren 2 Hunden, wir trinken am Abend ein Bierchen zusammen, oder waren es doch ein paar mehr…

23.6.13

Wir fahren gemeinsam mit den Vieren auf Moldauklösterbesichtigungstour. Vorher besuchen wir eine Pferdefarm, auf der sollen bis zu 400 Pferde leben. Die besten Pferde, die auch zu Tournieren eingesetzt werden, stehen im Stall, die anderen leben frei in einem riesigen Gelände. Wir versuchen ein paar aufzustöbern und sehen in der Ferne auch einige Pferde stehen. Die Landschaft ist grandios in der diese Tiere leben dürfen. Es geht weiter Piste über eine Bergstrecke Richtung Putna zum ersten Kloster unserer Runde. Wir suchen uns aber erst mal einen schönen Übernachtungsplatz, Besichtigung ist für morgen angesagt. Am Abend grillen wir gemeinsam und die Hunde können sich austoben beim rumraufen.

24.6.13

Am Vormittag ist es noch nicht ganz so warm, so dass wir die Hunde im Auto lassen können. Wir gehen uns das Kloster Putna anschauen, es ist von 1466. Wir schlendern durch den Klostergarten und schauen uns im inneren der Kirche die Wandmalereien an.

Sabrina und Eddi verabschieden sich nach dem Rundgang von uns. Sie müssen langsam den Heimweg antreten. Heidi und Albert und ihre zwei Hunde, haben ein paar Tage mehr Zeit und so fahren wir mit den Beiden noch ein Stück zusammen weiter. Ein kurzer Stopp in Marginea, ein kleines Töpferdorf für seine schwarze Keramik bekannt. Natürlich muss auch ich mir ein kleines getöpfertes Andenken mitnehmen. Am Nachmittag kommen wir zum Kloster Sucevita, Hunde dürfen auch hier nicht mit rein, es ist jetzt aber so warm, dass wir sie auf keinen Fall im geschlossenen Auto lassen können. So teilen wir uns auf, erst gehen Heidi und Albert, dann gehen wir zwei, die Autos können offen bleiben und die Hunde eine Runde schlafen. Das Kloster vom 16. Jh., wirkt von außen wie eine kleine Festung. Die Mauer ist 6 m hoch und 3 m stark. Die Klosterkirche wird geschmückt von unzähligen Fresken an den Innen- und Außenwänden, entstanden Ende des 16., Anfang des 17. Jh.s  Ein Geheimnis ist bis heute die genaue Zusammensetzung der Farben. Wir laufen durch das Kloster und werden von einem Gewitter überrascht, obwohl so ganz überraschend doch nicht, denn Gewitter sind hier jeden Tag. Erst warten wir untergestellt etwas, doch dann entscheiden wir uns los zu flizen, schön durchnässt springen wir in den Jeep. Gebläse an, leicht warm gestellt, geht die Fahrt weiter. Wir wollen nochmal zum Holländer auf den Camping in Fundo Moldovei, vorher noch kurz das Abendbrot eingekauft und wir können wieder lecker grillen.

25.6.13

Wir wollen noch den Nationalpark Calimani gemeinsam erkunden. Kurz nach dem NP Eingangsschild stehen wir vor einer Schranke, sieht aus wie eine Baustelle, wir sollen uns registrieren und dürfen weiterfahren. Kurz darauf ein Verbotsschild für Autos, wir fahren weiter. Unser nächstes Staunen ist eine riesige Grube mitten in der schönsten Landschaft, nicht umsonst sind wir ja im NP. Hier wurde aber unter Ceaușescu bis 1988 Schwefel abgebaut und ein Teil vom Nationalpark zerstört. Am Gestein sieht man es und der Schwefelgeruch hängt in der Luft. Wir fahren weiter, die Pistenführung ist sehr uneindeutig. Mehrmals stoppen wir und überlegen, wo wohl der Weg weiter geht, wir liegen immer richtig mit unserer Entscheidung, zum Glück. Motorradfahrer kommen uns entgegen, sie freuen sich über meine Kekse als kleinen Pausensnack. Auf der Passhöhe wird es ziemlich neblig, die Sicht etwas getrübt. Irgendwann sind wir auf der anderen Seite angekommen, es war eine coole Pistenfahrt und zum Abschluss finden wir eine schöne Wiese zum Übernachten.

26.6.13

Wir frühstücken gemütlich und an uns ziehen Schäfer mit ihren Herden vorbei, die ihr Frühstück wahrscheinlich schon lange hinter sich haben. Okay, wir rüsten auch zum Aufbruch. Wieder am Asphalt, an der Hauptstraße angekommen, verabschieden wir uns von Heidi, Albert und den Hunden. Sie müssen nun auch Richtung Heimat, wir bleiben noch in den schönen Karpaten in Rumänien.