Kolumbien/Heimreise (2004)

Dezember
01.12. – 10.12.04 Rückreise…

Zurück in Kolumbien und die Heimkehr
Eigentlich sollte Caracas das Ende unserer Reise werden, aber erstens kommt es anders als zweitens wie man denkt!
Von Caracas erschien es uns letztlich unmöglich den Rücktransport der Motorräder zu organisieren. Entweder waren die Angebote zu teuer oder zu ungenau (Nebenkosten hier und Nebenkosten da….). Das einzige vernünftige Angebot bekamen wir von der Spedition Schryver-Kolumbien. Von Caracas nach Cartagena sind es jedoch 1.400 km, doch bei dem venezolanischen Benzinpreis von 0,03-0,04 Euro (!) pro Liter war die Rückfahrt nur ein Zeit- und so gut wie kein Kostenfaktor. Nach 2,5 Tagen trafen wir wieder in Cartagena ein. Gleich am nächsten Tag suchten wir den hier ansässigen Schryver-Agenten auf, klärten die Papiere, gaben unsere Transportkisten in Auftrag und staunten nicht schlecht, als wir diese nach 2 Tagen Arbeit sahen. Für diese käfigartigen, aus alten Latten zusammengenagelten Dinger sollten wir pro Kiste immerhin 130,-USD bezahlen! Natürlich protestierten wir und so wurden diese noch mit Sperrholzplatten ausgegleitet. Nach 4 Stunden schweißtreibender Arbeit am Straßenrand befand sich Max’s Honda und unser Gespann mit dem Seitenwagen für Hochkant in den Kisten. Wir warteten noch bis unsere Kisten mit Hilfe eine Staplers auf einen LKW geladen und in den Hafen gebracht wurden. Der nächste Tag war ein Feiertag und so konnten wir erst am übernächsten Tag die restliche Formalitäten im Hafen erledigen. Völlig unproblematisch ging die Zoll- und Polizeikontrolle vonstatten. Die lieben Beamten wollten zwar noch einen Blick auf die Motorräder werfen, aber schon
nach 2 Stunden (komplettes öffnen der Holzkisten) war alles wieder verpackt. Schweren Herzens nahmen wir hier Abschied von unseren Bikes. Auf 37.612 km war das Gespann stets ein unverzichtbarer Begleiter unserer Reise. Am 4.Januar 2005 soll das Container-Schiff nach nur 18 Tagen auf See in Hamburg eintreffen.
Die letzten zwei Tage verbringen wir gemütlich im Hostal des Franzosen Michel, genießen noch einmal das Flair Cartagena´s mit seinen herrlich Kolonialhäusern, schlendern durch die Gassen und genießen später die abendliche Abkühlung im Pool des Hostals.
Am 10. Dezember 20.30 Uhr ist es soweit wir sitzen im Flieger Richtung Europa. In Madrid müssen wir uns von Max verabschieden, er fliegt weiter nach Frankfurt und wir über Mallorca nach Leipzig. Am 11.12.04 steigen wir 22.45 Uhr aus dem Flieger und werden auf´s herzlichste von Dagmar´s Eltern, Onkel und Tante sowie Jenö, unserem alten Studienkumpel in Empfang genommen.
Unglaublich aber wahr, dies soll das Ende unserer Reise sein. Wir können es gar nicht so richtig glauben, dass ein Jahr Südamerika schon vorbei sein soll.
Hasta luego – Sur America !
Gern könnt Ihr auch weiterhin auf unserer Seite zu Gast sein. In Zukunft sollen noch ein paar Ergänzungen, auch von früheren Reisen, dazukommen.
Eure Gespannfahrer Dagmar und Lars