Kanada … von Bergen, Wald, Prärie, großen Seen und Meer – zurück an die Ostküste …

 

Yukon … schon ein bisschen Herbststimmung … Es ist der 14. August, wir verabschieden uns schweren Herzens von Alaska, überqueren die Grenze und befinden uns wieder im Yukon Territory. Aber auch die Landschaft des Yukon saugen wir nochmal tief in uns ein. Unser langer Weg hinüber an die Ostküste hat begonnen, ca. 9500 km liegen vor uns. Am 70 km langen Kluane Lake ist es ein leichtes schöne Stellen für Picknick und Übernachtung zu finden. Wir sitzen ewig am Ufer und genießen die Aussicht. Da es im hohen Norden ja nicht so viel Auswahl an Straßen gibt, müssen wir ein paar Stücken doppelt fahren, so landen wir auch nochmal in Withehorse, an diesem Tag hat die Schweizer Alpine Bakery keinen Ruhetag und wir bekommen supergutes Brot. Foppolo meint auch gleich das Butterschnittl schmeckt doch so lecker wie zu Hause.

 

 

British Columbia … Ein kleiner Abstecher liegt noch drin, wir fahren 100 km bis zum Atlin Lake, welcher fast vollständig in British Columbia liegt. Nur der äußerste Nordzipfel des 798 km² großen Sees, liegt im Yukon Territory. Auf dem Alaska Highway fahren wir entlang des Liard River, ein 1115 Kilometer langer Nebenfluss des Mackenzie River im Yukon-Territorium, den Nordwest-Territorien und in der Provinz British Columbia. Richtung Muncho Lake erleben wir an zwei Tagen eine Bisonherde von fast 30 Tieren. Gab es hier im Nordwesten mal eine Bestandszahl von über 168.000 gibt es jetzt nur noch um die 100 Bisons.

Wir übernachten am Liard River, die Hunde toben die Uferböschung hoch und runter. Was ist denn das für ein großer schwarzer Punkt im Wasser? Ein Bär schwimmt von unserer Seite hinüber zur anderen Flussseite. Ihm war es wohl zu unruhig bei uns. 800 km weiter und vier Tage später sind wir in Dawson Creek und so auch am Mile 0 des Alaska Highways.

 

 

Alberta … In Grande Prairie, der größten Stadt im nordwestlichen Teil von Alberta, haben wir eine Verabredung mit Steffi und Daniel (www.wir-sind-dann-mal-weg.com) Sie kommen geradewegs von der Ostküste und wollen nach Alaska. Im Mai starteten die Beiden in Halifax und hatten gleich nach den ersten 70 km eine große Panne, welche sie in Verzug brachte in Hinblick auf die Jahreszeit. Mittlerweile ist es Ende August, aber Alaska wollen sie auf keinen Fall auslassen. Wir denken, es wird zwar sehr kalt werden, wenn sie da oben angekommen sind, aber mit Sicherheit wunderschön im Herbst. (da ich ja auch hier im Verzug bin ;-), sind ihre Bilder mittlerweile online und sie sind grandios) An unserem gemeinsamen Abend wird uns beim Essen draußen auch schon empfindlich kalt, für ein Lagerfeuer ist der Übernachtungsplatz nicht so geeignet und so schmeißt Lars die Standheizung an und vier Menschen und zwei Hunde machen es sich gemütlich im Buschtaxi. Ja, das geht! Und die Erkenntnis für Steffi und Daniel, sie müssen unbedingt ganz bald eine Standheizung nachrüsten. Da können wir nur kräftig zuraten, wir möchten nicht mehr ohne sein.

Es ist schon fast wieder Nachmittag als wir uns verabschieden. Das Wetter sieht ganz gut aus und wir entscheiden uns nochmal einen kleinen Umweg zu fahren durch den Jasper Nationalpark, vielleicht haben wir beim dritten Mal Glück einen Blick auf den Athabasca-Gletscher zu bekommen. So schnell werden wir ja nicht mehr in die Rocky Mountains reisen. Mit Sonne, Wolken und Regenbogen sind die Berge und Gletscher ein toller Anblick, aber der Wind ist so eisig, dass meine Finger beim Fotografieren erstarren. Und Lars in der kurzen Hose fühlt sich auch nicht so wohl. Wir fahren nur ein kurzes Stück weiter und entdecken einen Bären beim Beeren fressen. Er hat sich schon ein beachtliches Bäuchlein angefressen, der Winter hier im Norden ist nicht mehr weit.

Außerhalb vom Nationalpark übernachten wir auf unserem ruhig, abgelegenen Stellplatz von der Hochfahrt Anfang Mai am Saskatchewan River. Und nochmal tauchen wir ein in die Tiefen des kanadischen Wald, auf der Forestry Trunk Road, eine geschotterte Forststraße, fahren wir dahin. Doch Stopp, was steht denn da am Rande des Waldes? Ein Buschtaxi ! Das gibt‘s ja nicht. Natürlich halten wir an zum Hallo sagen. Daraus werden drei Stunden Plauderei und daraus eine gemeinsame Übernachtungsplatzsuche. Mimo und Abi (www.am-reisen.jimdo.com) sind Schweizer und Bekannte von den break-a-ways. Cel und Dani hatten uns auch schon von den Beiden erzählt, das sie sich irgendwo mit ihnen treffen wollten. Aber immer waren die Einen zu schnell, oder die Anderen zu langsam. So übernehmen wir das mal in Vertretung. Es wird ein sehr, sehr gemütlicher, langer Abend. Zum Glück liegt genügend Feuerholz bereit. Uns ist danach ein paar Tage gemeinsam hier zu verbringen, aber leider müssen wir sagen, wir haben keine Zeit mehr, einige tausend Kilometer liegen noch vor uns. Also verabreden wir uns auf ein Wiedersehen irgendwo auf dieser Welt. Noch ein Blick im Ram Falls Provincial Park auf den Wasserfall und nun lassen wir die kanadischen Rocky Mountains wirklich hinter uns. Vor uns liegen die Badlands (wikipedia.org/wiki/Badlands) im Südosten von Alberta, eine der wichtigsten Fundstellen von Dinosaurier-Fossilien. Das Royal Tyrrell Museum in Drumheller ist eines der weltgrößten Dinosaurier-Museen. Foppolo, Anthony und Lars vertreiben sich die Zeit mit spazieren gehen, während ich ziemlich beeindruckend durch das Museum laufe. 40 vollständige Dinosaurierskelette befinden sich unter den Ausstellungsstücken. Wir übernachten mitten in den Badlands und durchstreifen die HooDoos, turmartige Gebilde. Einige 100 Kilometer weiter befinden wir uns nur noch zwischen Feldern.

 

 

Saskatchewan … Wo sind wir denn jetzt gelandet? Es ist sehr warm, schwül und es gibt Millionen von Mücken, Felder und Grasflächen soweit das Auge reicht. Da müssen wir wohl jetzt durch. Sommerweizen, Roggen, Hafer und Ölsaat, Fleischviehzucht und Futtermittelanbau … zum Glück gibt es ein paar National – und Provincialparks die dem Naturschutz und der Erholung dienen. Es ist natürlich schon beeindruckend für uns wie die Menschen hier leben und arbeiten. Wir lassen die Weite auf uns wirken, vermissen aber schon die Berge und den Wald.

 

 

Manitoba …  die östlichste der Prärieprovinzen Kanadas. Auch hier Acker – und Weideland, doch dann wird es hügeliger, wie freuen wir uns endlich wieder an Seen und Wald vorbeizufahren. Und auch die Übernachtungsplätze werden wieder gemütlicher. Drei oder vier Tage fahren wir durch diese Provinz.

 

 


Bitte noch etwas Geduld, es folgen noch vier Provinzen in einem zweiten und dritten Teil … bitte immer mal wieder hier vorbeischauen 🙂

Dankeschön 🙂

Ontario … entlang an großen Seen

Quebec … wer hat uns nach Frankreich gebeamt

New Brunswick … wieder viel Wald

Nova Scotia … Badespaß im Atlantik

Ganz liebe Grüße bis dahin von uns Vieren